Wie man Newsletter so schreibt, dass sie gelesen werden…

Sie schreiben Newsletter oder haben es vor? Und möchten Sie, dass Ihre Newsletter gelesen werden? Dann lohnt es sich, wenn Sie weiterlesen.

Bevor wir anfangen: Wie sind Sie überhaupt dazu gekommen, diesen Text zu lesen? War es der Betreff, der Sie angesprochen hat? Dann haben Sie die E-Mail geöffnet und den Teaser dieses Artikels gelesen? Und Sie haben geklickt…


Die Zeit ist knapp…

Das erste Texter-Prinzip haben Sie bereits bestätigt: Sie haben uns nur einige Sekunden gegeben, um Sie für uns (resp. unseren Text) zu gewinnen! Anders gesagt: Wer es nicht schafft, das Interesse des Lesers auf den ersten Zeilen (am bestem im Mail-Betreff!) zu wecken, hat schon verspielt. Das ist zwar frustrierend, aber dennoch eine Tatsache.

Die vier menschlichen Grundbedürfnisse

Eine Schlagzeile oder ein Betreff dienen dazu, einen Text bzw. Inhalt zu verkaufen. Und wenn Sie jemandem etwas verkaufen wollen, sollten Sie vier wesentliche menschliche Grundbedürfnisse nicht ausser Acht lassen. Nämlich: Stolz, Vergnügen, Profit und Frieden.

Bestimmt haben Sie nichts dagegen, bewundert und anerkannt zu werden, wenn Ihr Leben Spass macht, Sie genügend Geld haben und alles einfach, bequem und voller Harmonie verläuft. Oder? Wenn ja, geht es Ihnen wie den meisten Menschen. Tolle Feststellung, oder? Schauen wir einmal, wie Sie diese Erkenntnis beim Schreiben verwenden.

Bester Verkäufer: Die Schlagzeile

Sie wollen also, dass möglichst viele Menschen Ihren Newsletter lesen? Sehr gut, freut uns und bestimmt auch Ihren Vorgesetzten. Beachten Sie für den Betreff und die Schlagzeilen folgendes:

  • Sprechen Sie mindestens eines der oben erwähnten Grundbedürfnisse an
  • Zeigen Sie dem Leser auf einen Blick, worum es geht
  • Sprechen Sie vom Kunden/Leser und nicht von Ihrem Produkt

Nehmen wir als Beispiel die Schlagzeile dieses Artikels. Auf einen Blick ist ersichtlich, dass es ums Texten von Newslettern geht, und offensichtlich verkaufen wir Ihnen mehr Gewinn (Profit) und mehr Anerkennung (Stolz). Und wer weiss, vielleicht auch etwas Seelenfrieden (Frieden), denn als „Newsletter-Bestseller-Autor“ lebt und schläft es sich bestimmt besser…

Ködern Sie den Leser

Das A und O beim Schreiben von Newsletter-Texten ist das Ködern („Anteasen“). Schreiben Sie nur kurze aussagekräftige Texte, die den Leser zum Weiterlesen animieren. Aber weiterlesen soll er auf Ihrer Webseite. Denn wenn Sie den Leser auf Ihrer Webseite haben, sind Sie Ihrem Ziel (Verkauf, Teilnahme an einem Wettbewerb, Download usw.) bereits einen Schritt näher. Machen Sie also den Leser „gluschtig“ und setzen Sie am Ende jedes Textes einen Link, damit er die genaueren Informationen finden kann.

Geben Sie dem Leser das „Ja-Wort“!

Keine Angst, Sie müssen ihn nicht heiraten. Achten Sie aber darauf, dass der Leser Ihnen immer wieder zustimmen kann. So bleibt er aktiv und liest weiter. Benutzen Sie dazu möglichst aktive Verben und setzen Sie diese am besten am Satzanfang. Grund: Die Lese-Energie nimmt gegen das Satzende ab. Geben Sie dem Text etwas Lebendiges.

Sehen Sie die Leute an, wenn Sie mit ihnen sprechen!

„Sieh die Leute an, wenn Du mit ihnen sprichst!“… wer kennt diese Mahnung nicht aus seiner Kindheit und von seinen eigenen Eltern? Genauso ist es mit Ihrem Leser. Geben Sie ihm das Gefühl, dass Sie ihn nicht aus den Augen lassen. Sprechen Sie den Leser direkt an, als ob Sie mit ihm reden würden.

Finger weg von fremden Sachen…

Vermeiden Sie fremd-und Fachwörter – es versteht sie sowieso kaum jemand. Natürlich häng das auch von Ihrer Zielgruppe ab, aber grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie, dass der Leser ein Lexikon zur Hand nehmen muss. Das machen Sie auch nicht.

Halten Sie sich möglichst kurz…

Kurze Sätze erleichtern das Lesen und vereinfachen das Aufnehmen von Informationen. Schreiben Sie kurze Sätze und machen Sie den Leser neugierig. Aber nicht nur die Sätze sollten kurz sein, sondern auch die Wörter. Zählen Sie die Silben… mehr als vier Silben sind (eigentlich) zu viel (bitte jetzt nicht nachzählen, auch wir müssen sie manchmal verwenden). Das Gehirn wandelt sie nicht zu Bildern um. Trennen Sie lange Wörter mit Bindestrichen, verwenden Sie den Genitiv und vermeiden Sie Wortmonster! Und noch etwas – lassen Sie aufgeblähte Wörter weg, nutzen Sie stattdessen einfache Worte und Formulierungen. Vermeiden Sie Hilfsverben. Sie verlängern den Satz und schieben das Verb an das Satzende.

Weg mit den Nebensachen…

Nebensachen interessieren nicht und stören höchstens den Lesefluss? Gut, dann konzentrieren Sie sich auf die wichtigen Sachen. Lassen Sie die Nebensätze einfach weg und streichen Sie sinnlose Wörter ersatzlos aus dem Text.

Hören Sie auf mit der Substantivitis…

Gesetztestexte und Verordnungen sind voller Substantive. Sie finden es mühsam, solche Texte zu lesen? Machen Sie es besser und vermeiden Sie zu viele Nomen. Verwenden Sie stattdessen Verben. Lassen Sie abstrakte Hauptwörter verschwinden. Stellen Sie sich mal die Wahrscheinlichkeit, die Ewigkeit, die Sitzgelegenheit oder die Verkehrsmittel bildlich vor? Unmöglich, oder? Eben. Verwenden Sie stattdessen konkrete und genaue Wörter. Nutzen Sie auch Ihren passiven Wortschatz. Je genauer Sie schreiben, desto bildhafter und leichter ist der Text aufzunehmen.

Die Angst vor einem weissen Blatt…

…lässt sich ganz einfach überwinden. Wie? Einfach losschreiben. Lassen Sie Korrekturen mal auf der Seite. Im Moment zählt nur das Schreiben. Geht’s immer noch nicht? Tragen Sie die gesammelten und gut strukturierten Informationen zusammen und notieren Sie sich, was der Text beinhalten soll. So jetzt tippt es sich bestimmt wie von selbst.

 

Brauchen Sie Hilfe oder Beratung? Die Profis der Mayoris AG helfen gern, wenn die Angst vor dem weissen Blatt zu gross ist.

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