Weihnachtszeit: Ihr E-Mailings kommet…

Kaum zu glauben, aber wahr: Die ersten Schokolade-Weihnachtsmänner stehen schon in den Regalen. Das Jahr hat noch etwas mehr als zwei Monate – in denen Sie Ihr E-Mail-Marketing-Programm noch toppen oder floppen lassen können… Wir liefern einige Tipps, worauf es jetzt ankommt und wie Sie einige tückische Weihnachts-Fallen umgehen können.


Das vierte Quartal: Ein einziger Marketing-Event…

Sie halten nichts von Weihnachts-Marketing? Nun – vielleicht sollten Sie dies ein wenig differenzierter sehen. Denn Ihre Konkurrenz wird die Mailboxen Ihrer Abonnenten mit einer glitzernden, süsslich-kitschigen Flut von E-Mailings füllen. Natürlich – viele dieser Mails sind nicht das Gelbe vom Ei. Fakt ist aber: Wenn Sie den Anstrengungen Ihrer Konkurrenz nicht Rechnung tragen (ergo: besser sind!), werden Ihre eigenen Nachrichten im vorweihnächtlichen Mail-Strudel untergehen. Deshalb: Weihnachten findet statt – ob mit Ihnen oder ohne Sie. Seien Sie dabei – und nutzen Sie die Gunst der Stunde mit besonders originellen E-Mailings! Stichworte: aussagekräftiger Betreff, ansprechender Text – und Mehrwert.

Keine höhere Frequenz!

Es ist so verlockend! Stimmen die Verkaufszahlen nicht, könnte man diese doch vor Ende Jahr noch mit zusätzlichen E-Mailings etwas ankurbeln… Aber Vorsicht – dies ist ein gefährliches Spiel!

Nur weil Ihr Newsletter den Traffic und die Verkaufszahlen regelmässig zu steigern vermag, muss dies nicht heissen, dass eine Verdoppelung der Mailing-Frequenz die gleiche Auswirkung hat. Leider ist das Gegenteil der Fall. Wenn Sie nämlich die Erlaubnis Ihrer Abonnenten überstra-pazieren, indem Sie zu viele Mails (womöglich noch ohne echten Mehrwert) versenden, wird Ihre Abonnentenliste sehr bald einen „Burn-Out“ erleiden. Der Ruf Ihrer Firma oder Ihrer Marke leidet mit… und zwar noch lange nach Weihnachten.

So ermittelte ClickZ.com, dass in der Weihnachts-Saison 2006 die E-Mailing-Frequenz in den USA um unglaubliche 47 Prozent gesteigert wurde. Daraufhin häuften sich die Beschwerden der Empfänger – und die ISPs blockierten gewisse Versender. Resultat: tiefere Zustellraten – und schlechtere Resultate.

Zur Erinnerung: Spam ist alles, was unerwartet und unerwünscht ist. Auch bei bestehender Erlaubnis! Denn die Definition von „Spam“ hat sich in letzter Zeit stark gewandelt. Mittlerweile wird jede Nachricht als Spam empfunden, die der Empfänger nicht lesen möchte. Interessiert Ihre Nachricht den Leser nicht, senden Sie zu viele Mails oder ermöglichen Sie keine schnelle Abmeldung, wird Ihre Erlaubnisbasierte Nachricht schnell als „echter Spam“ empfunden.

So beugen Sie vor:

  • Halten Sie Ihre Versprechen! Liefern Sie die angekündigten Inhalte und echten Mehrwert – und zwar in der richtigen Frequenz!
  • Sagen Sie, worum es geht! Der Kern der Nach-richt gehört in den Betreff, und Ihre Firma oder Marke muss als Absender sofort erkennbar sein!
  • Entwickeln Sie unwiderstehliche Angebote, die Ihre E-Mailings von anderen abheben. Ein simpler Rabatt oder Gratis-Lieferung sind nicht wirklich originelle USPs… Abonnieren Sie Konkurrenz-Newsletter und versuchen Sie, sich wirklich abzuheben!
  • Der Knüller gehört an den Anfang – und zwar in Worten (nicht als Bild!). Denken Sie immer an den sichtbaren Vorschau-Bereich einer Nachricht – und daran, dass 70 % der Empfän-ger die Bilder vorerst nicht sehen! Wenn Sie es schaffen, den Leser in den ersten sieben Sekunden zu packen, wird er weiterlesen.

Lesen Sie die Empfehlungen von Chad White.

Wieso kein Weihnachts-Newsletter?

Jedem Tierchen sein Plaisirchen: Bieten Sie einen Weihnachts-Newsletter an! Ganz speziell für Weihnachts-Interessierte, vollgestopft mit Spezial-Aktionen, Geschenkideen – und dem unverzichtbaren Kitsch und Klimbim. Diese Emp-fänger können Sie nach Lust und Laune mit Weihnächtlichem beliefern (und so z.B. in letzter Sekunde den Fokus gezielt auf bestimmte Produkte lenken, die Sie noch verkaufen möchten).

Bewerben Sie den Weihnachts-Newsletter so, wie Sie es mit den anderen Newsletters tun! Er gehört prominent auf Ihre Website, in Ihre Print-Werbung, auf Ihre Prospekte etc.

Aber Achtung! Auch hier gilt: Halten Sie Ihr Versprechen! Mehrwert ist wichtig! Und: Ist die Weihnachtszeit vorüber, ist diese Liste tabu… (alle Jahre wieder!).

Testen ist alles. Auswerten auch.

Testen ist kein Honigschlecken – aber ein notwendiges Übel. Prüfen Sie Ihre Mailings vor dem Versand auf einwandfreie Darstellung, orthographische Fehlerfreiheit und korrekte Links. Legen Sie Wert auf guten Text und eine fesselnde Betreffzeile.

Überwachen Sie dann Ihre Weihnachtskampagnen peinlich genau. Reagieren Sie sofort, wenn sich die Beschwerden von Abonnenten oder die Abmeldungen häufen. Vergessen Sie nie: Ihr höchstes Gut ist ihre „Sender Reputation“, also Ihr „Image“ beim Leser – und bei den ISPs.

Und: Reagieren Sie auf Feedbacks! Seien Sie vorbereitet auf vermehrte Kundenanfragen und Leser, die direkt auf Ihre Mailings antworten. Denken Sie daran, bevor die Kampagne gestartet wird und planen Sie eventuell entsprechende Ressourcen im Kundendienst ein.

So. Und jetzt bleibt uns nur noch, Ihnen ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft zu wünschen!


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