Fünf gute Vorsätze

Silvester. Der Tag der guten Vorsätze! Auch im Bereich E-Mail-Marketing gibt es vieles, was man sich für ein erfolgreiches neues Jahr vornehmen kann. Wir liefern fünf nachhaltige Vorschläge.


1. Mehr sagen, weniger schreiben

Wer kennt das nicht… „Sehr geehrte Damen und Herren – ich freue mich sehr, mich heute an Sie zu richten, und ich verspreche, ich halte mich kurz…!“ Eine ellenlange Rede folgt. Der Referent redet und redet und redet – und am Schluss sind alle so schlau wie am Anfang.

Nervig, oder?

Genau so ist es mit überlangen Newslettern. Alle verschicken sie, keiner liest sie. Zwar gibt es diverse Studien, die beweisen, dass gerade im E-Mail-Marketing die Würze in der Kürze liegt. Aber eigentlich brauchen wir diese Studien nicht – beobachten Sie sich selber! Welche Newsletter lesen Sie gern? Die knackigen, kurzen, informativen – oder? Nehmen Sie sich dies zu Herzen!

Ihr Vorsatz für 2009:
Kein Newsletter mit mehr als fünf Inhaltsblöcken; und keiner davon länger als fünf Sätze. Zugegeben: Schwierig! Aber Sie werden sehen: Es lohnt sich!

2. Aufräumen & entrümpeln

„…Ich sollte dringend das Haus putzen. Aber es hat so viele Zimmer, und überall steht Gerümpel. Das gibt so viel zu tun. Ich mache das morgen. Nein übermorgen. Oder nächsten Monat?…“

Ein Berg von Arbeit, und man schiebt in vor sich hin. Bestens bekannt – und überaus menschlich.

Mit dem (regelmässig nötigen!) Review von Online-Inhalten sieht es ähnlich aus. Besonders gefährlich: Veraltete, unattraktive oder sogar aus gesetzlichen Gründen unzureichende Online-Formulare und Autoresponder-Mails. Denn sind sie einmal vorhanden, vergisst man sie nur zu gern. Es läuft ja alles… seit Monaten, Jahren? Das kann ins Auge gehen. Wie peinlich, wenn Ihre Besucher auf einem Ihrer Formulare oder Autoresponder-Mails beispielsweise einen Hinweis aufs „Euro-Special 2008″ oder ähnliches finden!

Wir empfehlen deshalb: Listen Sie all Ihre Newsletter- und Kontakt-Formulare, Welcome-, Autoresponder- und Antwort-Mails sauber auf. Erstellen Sie dann einen Plan, der vorsieht, in welchem Abstand alle diese Formulare und Mails einer gründlichen Prüfung und Überarbeitung unterzogen werden. Nicht alle aufs Mal! Sie wissen schon: Der Berg! Aber eins nach dem anderen, dafür regelmässig – und gründlich.

Dabei gilt es nicht nur auf „veraltete“ Inhalte zu achten. Legen Sie besonderen Wert auch auf

  • Benutzerführung: Sind die Formulare und Inhalte klar gegliedert?
  • Saubere Darstellung: Werden Website und Online-Formulare sowie E-Mails auf allen gebräuchlichen Plattformen einwandfrei dargestellt?
  • Klarheit und Verständlichkeit: Ist auch das „Kleingedruckte“ im Zweifelsfall lesbar und verständlich?
  • Bei Newsletter-Anmeldungen: Klare, explizite Einwilligung des Lesers; exakte Angabe, welche Inhalte den Leser im Newsletter erwarten – und in welcher Periodizität.
  • Datensparsamkeit: Definieren Sie nur jene für jene Daten Eingabe-Pflichtfelder, die Sie wirklich unbedingt benötigen! Ihre „persönlichen Marketing-Ziele“ sind damit nicht gemeint, sondern die Notwendigkeit der Daten im Hinblick darauf, dass der Online-Besucher Ihre Website / Ihren Online-Shop benutzen kann.

Ihr Vorsatz für 2009:
Der Inhalt keines Online-Formulars, keines Autoresponder-Mails ist älter als sechs Monate.

3. Mehrwert – oder gar nichts

An wen denken Sie, wenn Sie Ihre Newsletter verfassen? An sich und Ihre Umsatzziele? Schade!

Versetzen Sie sich in Ihre Leser. Was möchten diese lesen? Woran sind sie interessiert? Was bringt sie weiter? Wovon können sie profitieren – mal abgesehen von Rabatt-Coupons und Wettbewerben?

Gebetsmühlenartig wiederholen wir es einmal mehr: Das Zauberwort heisst Mehrwert! Als Newsletter-Redaktor sind Sie eine Art „Bestseller-Autor“: Jedes Buch muss ein Knaller sein – sonst floppen auch die nachfolgenden Schmöker (respektive Newsletter). Das echte Interesse Ihrer Leser zu gewinnen, ist harte Arbeit. Es zu verlieren, ein Kinderspiel. Riskieren Sie es nicht!

Ihr Vorsatz für 2009:
Entweder, jeder Newsletter ist wirklich lesenswert – oder er wird erst gar nicht versandt. Im Zweifelsfall der beste Massstab: Die ehrliche Frage „Würden Sie ihn lesen?“.

4. Image Blocking: E-Mail-Templates überarbeiten

Die automatische Bildunterdrückung in der grossen Mehrzahl der Mail-Clients ist mittlerweile keine Neuheit mehr. Und doch wird in den allermeisten E-Mailings der Umstand ignoriert, dass ca. 70 % aller Mail-Empfänger die Bilder in E-Mails erst nach dem expliziten Download sehen.

Wie sieht’s mit Ihren Mail-Templates aus? Verzichten Sie bei der Gestaltung auf Bilder, wo immer es geht? Sind alle Links als reiner HTML-Code umgesetzt, damit jeder Empfänger sie gleich auf Anhieb erkennen kann?

Ihr Vorsatz für 2009: Unterziehen Sie alle Mail-Templates einer kritischen Prüfung; wo möglich, ersetzen Sie Bilder durch reinen HTML-Code.

Und prüfen Sie unbedingt, ob Ihre E-Mailings auch in Outlook 2007 sauber dargestellt werden (Hintergrundbilder funktionieren dort beispielsweise nicht!)? Ergänzen Sie zudem jedes Mailing-Template mit dem Hinweis, dass der Empfänger die Absender-Adresse Ihrer Mailings der „Liste vertrauenswürdiger Absender“ hinzufügen soll. Dann werden die Bilder nämlich ohne Nachfrage geladen.

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5. Wer nicht will, hat gehabt

Sind Sie stolz auf Ihre unermesslich grosse Empfängerliste? Und fragen Sie sich zuweilen, weshalb Ihre Click Through Rate einfach nicht besser werden will? Könnte sein, dass wir den Grund dafür kennen.

Haben Sie gewusst, dass ein Leser, der drei Ausgaben eines Newsletters nicht geöffnet und nicht gelesen hat, mit höchster Wahrscheinlichkeit nie mehr eine weitere Ausgabe dieses Newsletters öffnen wird?

Auch, wenn Ihr Newsletter einen Abmelde-Link enthält: Die meisten Leser sind zu „faul“, diesen zu klicken; es ist einfacher, den Newsletter jedesmal, wenn er kommt, einfach zu löschen. Das Ergebnis: Sie schleppen eine grosse Anzahl „tote Leser“ in Ihrer Empfängerliste mit. Unnötig – und schädlich für Ihre Performance! Überlassen Sie die Toten dem Jenseits – und konzentrieren Sie sich auf die Lebendigen!

Ihr Vorsatz für 2009: Entrümpeln Sie Ihre Empfängerliste.

Selektionieren Sie alle Empfänger, welche auf die drei letzten Newsletter-Ausgaben (oder auf die Newsletters der letzten drei Monate) nicht reagiert habe (= nicht geöffnet, nicht geklickt). Senden Sie dieser Gruppe ein letztes, besonders spannendes E-Mailing, zum Beispiel mit einer exklusiven Aktion. Wer reagiert, bleibt drin. Wer nicht reagiert – hat gehabt. Entfernen Sie alle „toten Leser“ konsequent aus Ihrer Empfängerliste. Ihre Performance-Zahlen werden strahlen!

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Nun wünschen wir Ihnen ein erfolgreiches, gesundes und sonniges neues Jahr mit hervorragenden Newsletter-Performancezahlen.

 

Brauchen Sie Hilfe bei der Umsetzung des einen oder anderen Vorsatzes? Die Profis der Mayoris AG helfen gern!


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