Die wundersame Vermehrung von Abonnentendaten

Wie baut man möglichst rasch eine hoch qualifizierte Empfängerliste für seinen Newsletter auf? Das ist eine der meist gestellten Fragen unserer Kunden. Gern geben wir unsere Erfahrungen und „Best Practices“ an Sie weiter.


Ein wichtiger Hinweis vorab: Es führen viele Wege zum Ziel, und wir werden einige davon nachfolgend umfassend erläutern. Ein Weg aber ist immer falsch und deshalb ein absolutes „No-Go“: Der Kauf oder die Miete von E-Mail-Adressen. Zwar ist es kein Problem, Adressen zu mieten oder zu kaufen (denn leider wird damit noch immer Handel getrieben, da dieser nach wie vor nicht verboten ist). Verwendet werden sollten solche Adressen jedoch unter keinen Umständen. Denn einerseits ist der Versand von E-Mails an Personen, die Ihr Unternehmen nicht kennen (also nicht beispielsweise bereits Kunden / Interessenten Ihrer Firma sind), gemäss Art. 45a FMG und Art. 30 UWG unter Strafe verboten. Andererseits – und viel wichtiger – schaden Sie mit dem Versand von E-Mails an „beliebige“ Empfänger vor allem sich selber und dem Image Ihres Unternehmens. Denn der Empfänger empfindet eine Nachricht, die er nicht erwartet und deren Absender er nicht kennt, in den meisten Fällen als Spam. Natürlich hat der Empfänger seine E-Mail-Adresse vermutlich einmal (versehentlich?) für die Weitergabe (Verkauf, Miete) freigegeben; daran wird er sich jetzt jedoch nicht mehr erinnern, und er wird Ihre Nachricht nicht damit in Verbindung bringen. Ihre E-Mail wird deshalb höchstens als lästig und unwillkommen empfunden.

Gehen Sie deshalb andere Wege. „Geduld und Ausdauer“ sind dabei gefragt, denn „was lange währt, wird endlich gut“. Beim Aufbau einer Newsletter-Empfängerliste ist Qualität gefragt, nicht Quantität. Denn es ist besser, 1‘000 E-Mails zu versenden und 1‘000 Klicks zu messen – als 100‘000 E-Mails zu versenden und 1‘000 Klicks zu zählen. Einerseits sparen Sie so Kosten (und erhöhen automatisch Ihren ROI). Andererseits (und viel wichtiger!) wird Ihr Newsletter aber von der Mehrheit der Empfänger als Dienstleistung und nicht als lästiger „Spam“ empfunden. Der wichtigste Grundstein für Ihren Erfolg!

Hier also unsere Tipps, wie Sie Ihre Adressliste vergrössern.

Herzlich willkommen! – das Anmeldeformular

Das Wichtigste überhaupt ist das Newsletter-Anmeldeformular. Ohne Anmeldeformular kann sich kein Besucher Ihrer Webseite für Ihren Newsletter anmelden. Sie haben bereits ein Anmeldeformular? Bestens! Dann überprüfen Sie dieses auf folgende Punkte:

Datensparsamkeit

„Ich gebe Dir meine Daten. Du gibst mir Mehrwert.“ Das ist der „Deal“, den Sie mit Ihrem Abonnenten eingehen. Nun ist ein „attraktiver Preis“ immer ein gutes Verkaufsargument; verlangen Sie also keinesfalls gleich zu Beginn zu viele Daten!
Grundsätzlich benötigen Sie für den Versand eines Newsletters nur die E-Mail-Adresse sowie im Idealfall Namen und Geschlecht (Anrede!) des Abonnenten. Damit sind Sie in der Lage, Ihre Abonnenten persönlich anzusprechen und zu erkennen, ob Ihre Interessenten eher weiblich oder eher männlich sind. Genug fürs Erste!
Weitere Pflichtfelder sollte ein Anmeldeformular nicht enthalten. Denn je mehr Daten Sie verlangen, desto höher ist der „Preis“ und damit die Schwelle für den Abonnenten (oder Sie riskieren, dass von vornherein falsche Daten erfasst werden).
Fragen Sie sich bei der Definition der Pflichtfelder selber: Würden Sie das Formular von Anfang gern komplett ausfüllen?
Aber: Was nicht ist, kann noch werden! Bitten Sie Ihre Abonnenten von Zeit zu Zeit, weitere Daten anzugeben. Dabei sollten Sie das Vertrauen des Lesers immer belohnen, beispielsweise indem Sie ihm konkreten Mehrwert bieten, der auf den persönlichen Daten basiert (z.B. Geburtstags-Newsletter bei Eingabe des Geburtsdatums).

Mehrwert aufzeigen

Ihr Newsletter bringt dem Leser einen konkreten Mehrwert. Zeigen Sie dem potentiellen Abonnenten sofort, was er erhalten wird, wenn er sich für Ihren Newsletter anmeldet, am besten durch einen Link auf den aktuellen Newsletter. Auch gut: Eine kurze Beschreibung, wovon profitiert wird, wenn jemand Ihren Newsletter abonniert (z.B. exklusive Zusatzaktionen, Vorab-Informationen, Events, Spezialrabatte zu bestimmten Gelegenheiten etc.).
Aber Vorsicht: Bieten Sie keine kurzfristigen, direkten Anreize wie beispielsweise „Melden Sie sich an – Sie erhalten 10 Franken Zusatzrabatt“. Der Effekt solcher „Aktionen“: Viele Anmeldungen, viele eingelöste Rabattgutscheine – keine aktiven Leser (denn der Mehrwert ist eine einmalige Angelegenheit und animiert nicht zum regelmässigen Lesen Ihrer Mails).

Menschen sind Herdentiere

Schafe, Zebras, Giraffen… und Menschen: Alles Herdentiere! Zugegeben, wir sind keine „Lemminge“, aber auch wir Menschen orientieren uns an anderen Menschen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, sich für ein Produkt zu entscheiden. Haben sich bereits viele andere für ein Produkt oder eine Dienstleistung entschieden, neigen wir dazu, den Entscheid zu „kopieren“, ohne vorher zu evaluieren. Denn wir gehen davon aus, dass etwas, das viele andere Menschen gut finden, auch uns begeistern wird. Nutzen Sie diese Erkenntnis! Wie? Indem Sie auf Ihrem Anmeldeformular aufzeigen, wie viele Leser bereits von Ihrem Newsletter profitieren. Je nach Anmeldefrequenz und Masse kann sogar eine Real-Time-Anzeige sinnvoll sein.
Haben Sie noch zu wenige Adressen, um die Anzahl zu publizieren? Und gibt es positives Kundenfeedback auf Ihren Newsletter? Wunderbar! Fragen Sie Ihre zufriedenen Leser, ob Sie deren Aussage als Testimonial verwenden dürfen und publizieren Sie dieses; denn „Mundpropaganda“ ist nach wie vor ein mächtiges Marketing-Instrument!

Der Anmeldelink: Auf der Startseite…

Ihre Startseite ist wohl die am meisten besuchte Seite Ihres Internetauftritts. Und genau da tummeln sich eine Menge potentieller Abonnenten. Nutzen Sie diesen Umstand! Nichts ist ärgerlicher, als wenn man als Interessent den „Newsletter anmelden“-Link suchen muss! Platzieren Sie deshalb das Anmeldeformular oder zumindest einen entsprechenden Link prominent auf Ihrer Startseite. So gewinnen Sie rasch neue Abonnenten – und zwar solche, die wirklich interessiert sind an Ihren Produkten und Dienstleistungen!

…und auch überall sonst!

Ob der Besucher nun dank Google und Co. direkt auf eine Unterseite Ihres Internetauftritts gelangt oder sich selber „durchsurft“: Sobald sein Interesse geweckt wird, soll er sich auf einfachste Weise für den Newsletter einschreiben können. Ergo: die Anmeldemöglichkeit muss von jeder Seite Ihres Internet-Auftritts aus möglich sein. Ob mit einem (gut sichtbaren!) Anmeldelink oder über ein direkt eingebundenes Anmel-deformular, ist egal. Hauptsache, der Besucher „stolpert“ immer wieder über den Newsletter-Hinweis.

Gleiches gilt natürlich für die Kontakt-Seite. Tritt der Besucher sowieso mit Ihnen in Kontakt, ist es am einfachsten und benutzerfreundlichsten, ihm das Abonnieren des Newsletters „per Mausklick“ anzubieten. Damit ersparen Sie dem Interessenten das nochmalige Erfassen seiner Daten in ein weiteres Formular.

Betreiben Sie einen Online-Shop? Hervorragend! Nutzen Sie die Bestellabwicklung zur Gewinnung neuer Abonnenten. Jedes Bestellformular sollte die Möglichkeit bieten, den Newsletter „in einem Zug“ zu abonnieren.

Aber Vorsicht! Bitte in Kontakt- und Bestellformularen niemals ein „Opt-Out“, also ein bereits markiertes Feld für die Newsletter-Anmeldung verwenden! Sonst rutschen Sie gleich wieder gefährlich in Richtung „Spam“ – was vom Leser nicht geschätzt wird.

Nicht vergessen: Anmeldelink auf Landing-Pages

Was oft vergessen geht: Die Einbindung der Newsletter-Anmeldung in Landing-Pages, die beispielsweise für bestimmte Kampagnen erstellt werden und nicht Teil des regulären Internetauftritts sind. Ein kapitaler Fehler! Denn genau auf diesen Seiten surfen Menschen, die sich über bestimmte Produkte, Dienstleistungen oder Angebote Ihres Unternehmens informieren. Die Anmeldung des Newsletters liegt also nah! Binden Sie deshalb die Anmeldemöglichkeit auch hier prominent ein.

Newsletter-Anmeldung: Ein nützliches Pop-Up!

Pop-Ups? Wie schrecklich!… Ja, Pop-ups können lästig sein, da haben Sie vollkommen recht. Wird ein Pop-Up (respektive Div-Layer) jedoch richtig eingesetzt und bietet es echten Mehrwert, reagiert der Benutzer nicht negativ. Gut gestaltet, bietet ein Anmelde-Pop-Up deshalb eine hervorragende Möglichkeit, rasch neue Newsletter-Abonnenten zu sammeln!
Und so geht’s: Erstellen Sie einen so genannten Pop-up Layer, in welchem sich das Anmeldeformular befindet. Aber Vorsicht! dabei sollte es sich nicht um ein herkömmliches Pop-up-Fenster handeln, sondern um einen HTML-Layer, der über die aktuell geöffnete Seite gelegt wird. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass der Leser das Pop-Up aufgrund des heute standardmässig eingeschalteten Pop-Up-Blockers nicht sieht. Damit der Besucher Ihre Webseite kennenlernt, bevor das Anmeldeformular für den Newsletter erscheint, ist es sinnvoll, wenn sich das Pop-up erst nach einer definierten Zeitspanne öffnet. Wie lange aber soll das Anmeldeformular versteckt bleiben, damit es seinen Nutzen bestmöglich erfüllt? Schauen Sie sich die durchschnittliche Verweildauer der Besucher auf Ihrer Webseite an und probieren Sie aus, welche Verzögerungszeit die beste ist.
Und: Das Pop-Up muss sich problemlos wegklicken lassen – ohne dass es ständig wieder erscheint!

Anmelde-URL auf E-Mails, Briefschaften, Prospekten etc.

Print to Online: Na klar! Versehen Sie jede Korrespondenz (Papier und E-Mail!) und jedes Inserat mit einem Hinweis auf Ihren Newsletter, am besten mit der URL Ihres Anmeldeformulars. Damit sich diese auch jeder sofort merken kann, sollte die URL kurz sein wie z.B. www.musterag.ch/newsletter.

Print-Anmeldeformular an Events

Ob an Messen, Ausstellungen, Konferenzen oder Schulungen – ein Anmeldeformular in Papierform sollten Sie immer dabei haben. Denn wo sonst ist die Gelegenheit besser, Ihren Newsletter persönlich zu „verkaufen“?
Und so geht’s: Sie brauchen nichts weiter als einen Bostitch und einen Stapel Formulare, auf denen Ihr Newsletter sowie dessen Mehrwehrt kurz beschrieben sind. Das Formular kann auch weitere Angebote enthalten, die der Interessent „ankreuzen“ kann.
Wozu nun der Bostitch? Damit ersparen Sie dem potentiellen Abonnenten das lästige Ausfüllen des Formulars; zwar sollte das Formular die Möglichkeit enthalten, die persönlichen Angaben von Hand einzutragen. Einfacher ist es aber, die Visitenkarte anzuheften (und meist hat man solche ja dabei). Ist der Besucher an Ihrem Newsletter interessiert, heften Sie einfach seine Visitenkarte an das Formular, kreuzen den Newsletter (und evtl. weitere gewünschte Angebote) an – und schon haben Sie wieder einen Abonnenten mehr gewonnen.

Opt-In E-Mails an bestehende Kundenadressen

Der regelmässige Versand von E-Mails an Empfänger, die ihre Erlaubnis (noch) nicht erteilt haben, ist untersagt. Erlaubt ist es aber, Ihre Kunden und Interessenten für den Newsletter einzuladen.
Und so geht’s: Laden Sie alle bereits gesammelten E-Mail-Adressen von Kunden und/oder Interessenten in Ihr E-Mail-Marketing-System. Fügen Sie diese aber nur provisorisch ein! Senden Sie nun eine so genannte „Opt-In“-Mail an diese potentiellen Empfänger.
Eine Opt-In E-Mail ist eine E-Mail, die den Kunden zum Abonnieren des Newsletters einlädt. In dieser Mail sollte dem potentiellen Abonnenten der Mehrwert des Newslettters kurz erläutert werden; klickt er auf „Anmelden“, werden seine Daten automatisch in der E-Mail-Datenbank gespeichert. Nun haben Sie die explizite Erlaubnis des Lesers (und einen interessierten Abonnenten mehr). Reagiert der Empfänger nicht, darf seine Adresse nicht mehr verwendet werden.
Aber Vorsicht! Diese Einladung darf nur einmal an jeden Adressaten versandt werden! Ein „Nein“ ist ein „Nein“ – Sie tun gut daran, dieses zu respektieren!

Blogs und Social Networks

Sie führen einen eignen Weblog? Wunderbar! Nutzen Sie ihn, um Abonnenten zu gewinnen! Fügen Sie auch dort ein Anmeldeformular oder ein Anmeldelink ein. Machen Sie den Blog-Leser auf die Themen des aktuellen Newsletters aufmerksam. Haben Sie das Interesse beim Leser geweckt, ist der Schritt zur Anmeldung rasch gemacht.

Auch die immer populärer werdenden Social Networks sind eine hervorragende Abonnenten-Quelle! Nutzen Sie diese, um Ihren Newsletter bekannter zu machen und Abonnenten zu gewinnen. So lässt Twitter 140 Zeichen zu – genug für Ihren Anmeldelink. Auch andere Netzwerke wie Facebook, Xing, Lokalisten.de, Linkedin etc. bieten nicht nur die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sondern Abonnenten zu gewinnen! Probieren Sie’s aus – es gibt nichts zu verlieren!

Wie du mir, so ich dir: Anmeldelink auf Partner-Webseite

Sie haben bestimmt Geschäftspartner, mit denen Sie nicht direkt in Konkurrenz stehen. Versuchen Sie, diese davon zu überzeugen Ihr Anmeldeformular oder Ihren Anmeldelink in deren Webseite, Blogs und Social Network Seiten zu integrieren (natürlich funktioniert das auch umgekehrt!). So können Sie Anmeldeformulare, Dankesseiten, Kontaktformulare oder Twitter-Einträge gemeinsam nutzen – und gemeinsam von neuen Abonnenten profitieren!

Google Adwords bringen auch Adressen

Eine weitere, jedoch nicht ganz kostenlose Variante sind Google-Anzeigen (Google Adwords). Erstellen Sie eine Anzeige und wählen so genannte Keywords, also Wörter oder Wortgruppen, die sich auf Ihren Newsletter bzw. dessen Mehrwert beziehen. Wenn Google-Nutzer nun nach einem Ihrer Keywords suchen, wird Ihre Anzeige neben den Suchergebnissen erscheinen. Sie richten sich also gezielt an Personen, die sich aufgrund ihrer Google-Suche für den Inhalt Ihres Newsletters interessieren könnten. Nicht gratis, aber eine hervorragende und zudem völlig legale Art, Newsletter-Abonnenten zu „kaufen“!

 

Nun wünschen wir Ihnen viel Spass, Fantasie und Erfolg bei der Umsetzung unserer Tipps. Falls Sie Hilfe oder Beratung brauchen: Die Profis der Mayoris AG helfen gern, wenn die Adressliste trotz dieser Tipps nicht wachsen sollte.


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