Der 4. E-Mail Marketing Tag EMMT von Mayoris, 21.10.2015

Zum 4. Mal hat Mayoris Kunden und Interessenten zum EMMT in Zürich begrüsst. Ziel war es, Trendthemen in die Schweiz zu bringen und die Teilnehmer zur Diskussion und zur Umsetzung von professionellem E-Mail Marketing anzuregen. Vier internationale Referenten haben zu den folgenden Themen im E-Mail Marketing berichtet; hier eine kurze Zusammenfassung:

1. MailChimp und was dann? – Dirk Ploss

Dirk_Ploss_forWebsiteE-Mail Marketing funktioniert nach wie vor effizienter als die meisten anderen Kanäle. Mit Outlook (eher nicht) und mit MailChimp kann man sehr einfach den Einstig ins E-Mail Marketing finden. Viele Spezialisten sind sich aber nicht bewusst, dass sie mit einfacher Software sehr rasch an Wachstumsgrenzen stossen:

  • Eine höhere Performance bei grossen Empfängerlisten wird schwierig.
  • Datensicherheit ist nicht erst seit dem Safe Harbor Urteil des Europäischen Gerichtshofes essentiell.
  • Erweiterte Kundendaten, eine komplexere Logik aus den Mailings abzubilden und eine Verzahnung zu eigenen Systemen herzustellen, sind mit einfacher Software sehr schwierig. Wenn man Trigger-Mailings, Lifecycle-Marketing mit segmentierten Mailings auf der Basis eigener Kundendaten erstellen will, ist das Ende der Fahnenstange ohne Schnittstellen und professionellem Knowhow rasch erreicht.

Dirk Ploss empfiehlt deshalb, einen Dreijahresplan mit folgenden Schwerpunkten aufzustellen:

  • Konsequente Leadgenerierung online und offline.
  • Interne und externe Ressourcen aufbauen.
  • Strategie und daraus abgeleitet Formate, Frequenzen und Inhalte generieren, welche sich am Lifecycle Marketing orientieren; einfache Kunden-Segmentierungen vornehmen, welche konsequent getestet werden. Der Erfolg muss gemessen und laufend optimiert werden.

Nur so macht strategisches E-Mail Marketing jenseits oder nach MailChimp wirklich Sinn. Aber der Aufwand lohnt sich im Vergleich zu den anderen Kanälen.

 

2. Jenseits vom Newlsetter – vom E-Mail zum Online-Dialogmarketing – Cyrill Gross, Mayoris

Cyrill_Gross_forWebsiteDer Stress, noch rasch einen Regelnewsletter zu produzieren, weil er im Redaktionsplan steht, muss nicht sein.

Das Referat zeigte, dass (automatisiert abgesetzte) Transactional Mailings und Trigger basierte Mailings viel besser performen, als der normale Newsletter. Dies ergibt sich aus der Logik, dass die Nähe am Kunden mit Relevanz und Aktualität natürlich zu höheren Open und Klick Rates führend wird.

Der Kunde will stets mit neuen technischen und inhaltlichen Features überrascht werden. Explizit erwähnt wurden:

  • Verknappung von verfügbaren Plätzen an einem Anlass, dynamisch eingespielt im Moment der Mailöffnung,
  • der Einbau von dynamischen Twitter-Nachrichten im Mailing, ebenfalls im Moment des Zugriffs aktualisiert,
  • ein im Mailing eingebautes Formular führte zu mehr Anmeldungen als ein Klick auf ein externes Anmeldeformular.

Und auch hier wurde die Frage nach den Ressourcen und dem Knowhow gestellt. Der Zugriff auf die spezialisierte Agentur ist im schnellebigen Online-Umfeld unabdingbar.

 

3. Marketing Automation ohne Big Data – Stefan von Lieven, Artegic

Stefan_vonLieven_forWebsiteDieses Referat zeigte einige Praxisbeispiele für den Einstieg in das effektive Dialogmarketing ohne grosse Datenpools.

Ähnlich wie Trigger basierte und Transactional Mailings funktioniert Marketing Automation nachweisbar besser, und man braucht keine riesigen Datenpools aus Kundendaten, auch keine umfassenden Analytics und Trackingdaten aus allen digitalen Kanälen und Ähnliches.

Der Referent empfiehlt:

  • Einfache Kundendaten wie ein Geburtstag reichen für eine erste Aktion.
  • Ein Trigger entlang des Customer Lifecycle dient als Ausgangspunkt für eine erste Selektion und eine Aktion, wie z.B. eine Winback-Aktion oder eine Willkommensstaffel.
  • Dank moderner Software kann ein Mailingprozess einfach automatisiert werden; responsives Design sorgt für bessere Aufmerksamkeit und damit mehr Bestellungen.
  • Dank Geo-Fencing können Retail-Anbieter gezielt ihren Kunden neue Angebote am POS über das mobile Endgerät zukommen lassen. Der „Minority Report“ wird Tatsache.

Aber mit Technologie alleine ist es nicht getan. Der Dialog muss möglichst individualisiert und selbst-verständlich personalisiert werden, auch angrenzende digitale Kanäle sind im Sinne der Rundum-Erfahrung des Kunden zu berücksichtigen. Und alle Aktionen sind immer der Ausgangspunkt, um zu lernen, zu optimieren und sich selber zu benchmarken.

 

4. Connected Experiences – Wie bedeutend ist E-Mail im Cross-Channel Marketing? – Timo Kohlberg, Adobe

Timo_Kohlberg_forWebsiteDie Customer Experience steht wenig überraschend im Fokus der Marketers im Jahr 2015. E-Mail spielt auch hier noch eine zentrale Rolle, obschon E-Mail nicht mehr E-Mail ist, sondern ein im Kontext integrierter und personalisierter Dialog.

Hier wird die intelligente Auswertung der Daten schon intensiver ins Zentrum gerückt: Personalisierte Echzeit-Daten und Geo-Location wurden genannt. Je nachdem, wo ein Nutzer seine Mail öffnet, werden ortsbezogene Inhalte über eine Shop-Eröffnung oder konkrete Angebote eingespielt.

Die Haupthindernisse für integrierte und kontextbasierte Kommunikation sind unzureichend integrierte Technologie-Plattformen, unterschiedliche Datenstrukturen und eine Organisations-struktur, welche Inseldenken unterstützt, nicht eine zentrale Strategie fördert.

In der Summe ist E-Mail

  • nicht nur Marketing, sondern Transaktion, Information, Triggerpunkt,
  • Information in Echtzeit und im Kontext des Nutzers,
  • nicht isoliert zu betrachten, sondern ist der „Kleber“ zwischen den digitalen Kanälen,
  • und immer noch der Kanal mit dem höchsten ROI,
  • und zwingend responsive, mobil, relevant, aktuell und personalisiert.

Für dieses Cross-Channel Marketing hat Adobe die passende Marketing Cloud zur Verfügung.

 

» Weitere Informationen zum E-Mail Marketing Tag finden Sie auf der Website 4. Schweizer E-Mail Marketing Tag.


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