Checkliste: 10 Punkte für die Auswahl einer Agentur im digitalen Marketing

Das Marketing über die digitalen Kanäle ist kompliziert und sehr technisch geworden. Der Weg zur «customer centricity» führt nicht nur über mächtige Technologien, sondern häufig über spezialisierte Agenturen. Diese können strategischen Mehrwert liefern und die Umsetzung von Projekten auf der «customer journey» gestalten. Die Komplexität und diverse Stolpersteine sorgen für Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Agentur und Kunde. Um diese gut – und zuweilen weniger holprig – meistern zu können, ist eine überlegte Auswahl des Dienstleisters essentiell:

1. Kerngeschäft der Agentur: Wie steht es um das Innovationspotential und den Realitätssinn der Agentur? Was gehört zum Kern- was zum Nebengeschäft? Wichtig ist auch zu berücksichtigen, was die Agentur nicht kann. Tipp: Erfahrungen und Referenzen abfragen.
2. Erwartungshaltung definieren: Legen Sie den Status der Zusammenarbeit fest. Soll die Agentur als Sparringpartner oder als reiner Umsetzer agieren? Sind im Unternehmen die Fähigkeiten zur Konzeption und Planung vorhanden? Gerade bei der Projektumsetzung können diese Fähigkeiten ein entscheidender Bestandteil des Erfolges sein.
3. Ausrichtung überprüfen: Ist die Agentur ein Technologieanbieter oder arbeitet sie als technologieunabhängige Boutique? Ist sie inhaltlich und strategisch breiter aufgestellt und/oder agiert sie explizit im Netzwerk von Spezialisten?
4. Agenturgrösse und Brand als Indikator: Häufig stecken hinter kleinen Agenturen viel Innovation, Flexibilität und persönlich motivierte Inhaber und Mitarbeiter. Sie lassen aber eventuell die kritische Grösse und inhaltliche Breite vermissen – typische Merkmale grösserer Agenturen. Dafür sind diese meist weniger flexibel und teurer.
5. Projektteams kennenlernen: Neben fachlichen Kompetenzen kommt es auch auf Soft Skills an. Ein gutes Bauchgefühl ist entscheidend. Menschen arbeiten zusammen, manchmal stimmt die Chemie einfach nicht.
6. «Technology follows Strategy» – nicht umgekehrt: Handelt die Agentur so oder dominiert der Nerd-Charakter? Implementiert sie nur oder kann sie auch strategisch denken? «Use Cases» dienen zur Vermittlung von Themen und sind hilfreich als Beispiele für die Umsetzung.
7. Projektplanung: Powerpoint ist ein Verkaufsinstrument, keine Umsetzungshilfe. Zur Umsetzung eines Projektes braucht es eine vertiefte Auseinandersetzung, häufig auch Workshops. Zur Planung gibt es bekannte und nützliche Planungs-Methoden und Tools.
8. Regionalität: Das Marktverständnis und die Kundennähe zum Auftraggeber darf nicht unterschätzt werden. Ausländische Agenturen sind häufig billiger, aber in der Summe vielleicht nicht effizienter.
9. Der Preis ist ein Indikator – nicht mehr: Nicht die Kosten sollten entscheidend sein, sondern die Resultate. Ist der Preis ein Lockvogelangebot, damit im Laufe der Umsetzung über Änderungen und Zusatzanforderungen das Projekt vergrössert und rentabel gemacht wird?
10. Und zuletzt die Hausaufgaben: Hat der Auftraggeber im Unternehmen die eigenen Voraussetzungen für eine gelungene Umsetzung geschaffen? Dazu gehören Prioritäten, Allianzen, Budgets, Human Ressources, Skills und natürlich die notwendigen Entscheidungskompetenzen. Diese Faktoren sind die Basis für eine effiziente Umsetzung der Projekte mit der Agentur.

Können Sie bei allen zehn Faktoren ein Häckchen setzen? Oder gibt es ein paar Punkte, wo Sie noch Optimierungsbedarf entdeckt haben?

Wenn Sie die genannten Faktoren bei der Auswahl Ihrer Agentur berücksichtigen, sind die ersten Hürden für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes genommen und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit steht nichts mehr im Weg. Gerne unterstützen wir Sie bei Ihren Projekten im E-Mail und Omnichannel Marketing. Kontaktieren Sie uns!


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