Bilder sagen mehr als Worte

Auch wenn sie in Newsletters eher „homöopatisch“ eingesetzt werden sollten: Bilder sind wichtig und lockern gerade trockene Texte auf. Aber: Jeder Newsletter-Redaktor kennt das Problem – zuweilen ist nicht nur das Texten echte Knochenarbeit. Auch geeignete Bilder zu finden kann zum Spiessrutenlauf werden.


Eigentlich ist es ganz einfach. Ein kurzer Text, ein passendes Bild, ein verführerischer Link-Text – voilà, fertig. Der Text steht, der Link auch. Und das Bild wird ja wohl nicht das Problem sein…

Denkste. Um ein Rezept für Rhabarber-/Erdbeer-Mousse zu illustrieren, brauchen Sie ein gluschtiges Bild mit Rhabarber und Erdbeeren. In einem Bild, wohlgemerkt. Bilder mit Rhabarber liegen vor, und auch Erdbeer-Bilder sind vorhanden. Diese lassen sich aber nicht kombinieren, da die Früchte nicht ausgeschnitten sind.

Was tun? Theoretisch haben Sie nun genau drei Möglichkeiten:

Selber malen oder zeichnen

Ohne Ihnen, liebe Leser, zu nahe treten zu wollen, schliesst sich wohl diese Option für die meisten gleich von vorneherein aus. Zu wenig Zeit, zu wenige Ideen, zu wenig Talent. Also lassen wir das und wenden uns den Alternativen zu

Selber fotografieren

Eine Idee, die besticht! Vor allem, wenn es um Inhalte geht, die Sie / Ihre Firma direkt betreffen und das „Illustrationsmaterial“ greifbar nahe ist!

Die Voraussetzungen: Eine einigermassen brauchbare Digital-Kamera, Lust am Fotografieren und ein Bildbearbeitungs-Programm. Kleiner Gratis-Tipp: Beim Kauf besser auf ein gutes Objektiv als auf viele Megapixel achten – fünf genügen für den „Hausgebrauch“ völlig! Das Teure (und Entscheidende) bei Kameras sind vielmehr hochwertige Objektive.

Schon kann’s losgehen. Wer etwas Talent hat, wird rasch merken, dass man auch beim Fotografieren einen „eigenen Stil“ pflegen kann. So wirkt es beispielsweise gleich viel professioneller, wenn Produkte immer vor dem gleichen Hintergrund aufgenommen werden.

Übrigens: Auch, wenn’s um Stimmungsbilder oder reine Illustrationen geht, eignen sich Ihre eigenen „Kunstwerke“ bestens. Nehmen Sie Ihre Digicam einfach mit zum Einkaufsbummel, auf den Sonntagsspaziergang oder in die Ferien. Sie werden staunen, wozu Ihre Schnappschüsse sich plötzlich eignen!

Selber suchen

Ein heisser Tipp! Längst vorbei sind die Zeiten, als man für Höchstbeträge Bilder bei teuren Bildagenturen einkaufen musste.

Heute eröffnet man sich bei einer oder mehreren Online-Bildagenturen ein Konto – und los geht die Bildsuche. Natürlich gibt’s auch online teure Bilder – die günstigen Alternativen sind keineswegs aber schlechter. Überzeugen Sie sich selbst!

Hier die bekanntesten und besten Online-Bildquellen:

Diese drei Online-Bilderdatenbank sind alle in diversen Sprachen verfügbar, unter anderem auch in Deutsch. Die verfügbaren Bilder sind recht günstig und können (nach der Registration) über ein per Kreditkarte aufladbares Credits-Konto bezahlt werden. Fotalia bietet auch Abos an; diese lohnen sich jedoch nur, wenn man regelmässig viele Bilder herunterlädt (z.B. 25 Bilder täglich). Alle drei Datenbanken können nach Kategorien, Galerien, Art (Foto, Illustration, Vektor), Grösse und weiteren Kriterien durch-sucht werden. Nützlich: alle drei Dienste liefern auch offene, bearbeitbare Vektor- und Photoshop-Daten von Illustrationen. Besonders für Grafiker von grossem Wert! So gross die Bilder-Auswahl auf Fotalia, Stockxpert und iStock, so unterschiedlich deren Stil und Qualität. Aber: Wer suchet, der findet – zu attraktiven Konditionen und in (fast) beliebiger Auflösung.

Photocase

Photocase funktioniert zwar vom Prinzip her wie Fotalia und seine beiden Konkurrenten (siehe oben). Einziger Unterschied: Grafiken, Vektoren oder Flash-Animationen gibt’s nicht (deshalb der Name Photocase). Photocase hat es aber verdient, separat erwähnt zu werden. Weshalb? Die Fotos auf Photocase haben es in sich. Diese sind nämlich, anders als die Bilder von iStockphoto und Co., echte „Kunstwerke“ und orientieren sich eher an künstlerischen denn an kommerziellen Gesichtspunkten. Wer gerne stöbert, sollte sich Photocase gründlich anschauen (und sich dazu wenn möglich einen Nachmittag reservieren). Für aussergewöhnliche, überraschende Bilder ist Photocase unser absoluter Favorit!

ImagePoint

Imagepoint ist eine Schweizer Online-Bild-agentur. Die Suche nach Bildern ist hier sowohl nach Stichworten wie auch nach Kategorien möglich. Mit den erweiterten Suchkriterien kann zudem nach Auflösung, Fotograf, Farben, Format und verschiedenen Filtern gesucht werden. Die Preise liegen deutlich höher als bei Fotalia & Co., sind jedoch – zumindest für Bilder im Web-Format – absolut im Rahmen. So kostet ein Bild in der Auflösung 640 x 640 Pixel 20 Euro.

GettyImages

Einer der Pioniere im Bereich Online-Bildsuche. Die Suche ist nach diversen Kriterien möglich. Die Preise sind nicht sehr transparent , müssen kompliziert berechnet werden… und sind nicht gerade günstig. Zwar stehen diverse Bilder „lizenzfrei“ (Royalty-free) zur Verfügung, aber auch diese sind nicht wirklich günstig zu haben. Wir empfehlen: Getty Images dann nutzen, wenn woanders wirklich kein passendes Bild gefunden werden konnte.

Schlussendlich seien der Vollständigkeit halber auch die folgenden beiden Dienste erwähnt:

Google / Picsearch

Sowohl Picsearch wie auch die Google-Bildersuche tun nichts anderes, als das Internet nach Bildmaterial absuchen und dieses zentral zur Ansicht zur Verfügung zu stellen. Dabei liegt nur ein „Thumbnail“ (verkleinertes Bild) auf dem Server von Picsearch resp. Google. Die Bilder dürfen also angeschaut, jedoch nicht verwendet werden. Wer also über einen dieser Dienste ein geeignetes Bild findet und dieses unbedingt verwenden möchte, tut gut daran, sich vorher mit dem Urheber des Bilds in Verbindung zu setzen.

Bilder organisieren

Egal, ob Sie lieber mit eigenen oder mit eingekauften Bildern arbeiten: Ordnung muss sein; denn nur so findet sich das richtige Bild bei Bedarf schnell wieder.

Um Dutzende, Hunderte oder gar Tausende Bilder zu organisieren, können entweder ganz simple Dateiordner dienen, die nach bestimmten Kriterien benannt werden. Auch die sprechende Benennung der Bilder kann die Suche bereits massiv erleichtern.

Wer’s jedoch gern etwas professioneller mag, sollte zur Organisation seiner Bilder eine geeignete Software einsetzen. Diese gibt’s online – teilweise sogar kostenlos. Welches die beste ist, liegt – wie so vieles – im Auge des Betrachters und hängt stark von den Bedürfnissen ab.

Wir nennen hier nur einige wenige, die Liste ist beliebig fortsetzbar und die Wahl entsprechend schwer:

Bilder_organisieren

Perfekte Bilder: Nachhilfe erlaubt!

Was nun, wenn ein passendes Bild für den Newsletter gefunden ist, es aber noch ein wenig „gepimpt“ werden muss? Oder wenn zwei Bilder kombiniert werden oder ein ergänzender Text eingefügt werden soll? Ganz zu schweigen von der notwendigen Optimierung der Bilder auf „Newsletter-Grösse“ – sowohl, was die Bild-Dimensionen (Pixel) als auch, was das „Gewicht“ (KB) angeht…

Dazu braucht es ein Bildbearbeitungs-Programm. Zwar bieten einige der in der oben stehenden Tabelle genannten Services verschiedene Optimierungs- und Korrekturfunktionen an. Diese sind jedoch vor allem dazu geeignet, selbst „geschossene“ Fotos zu optimieren, also beispielsweise Belichtung, Farbtemperatur oder Schärfe zu verbessern oder rote Augen zu entfernen.
Um den Newsletter mit professionellem Bildmaterial zu ergänzen, reicht dies aber nicht. Ein leistungsfähiges Bildbearbeitungs-Programm ist gefragt.
Profis arbeiten meist mit der hoch professionellen, jedoch auch teuren Software Adobe Photoshop. Mittlerweile gibt’s aber einfache, günstige und sehr professionelle Alternativen.

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