7 E-Mail-Marketing-Strategien

Wir werden oft gefragt, ob es neue Trends oder Strategien im E-Mail-Marketing gibt. Die Antwort ist: Ja und Nein. Grundsätzlich gelten mehr denn je dieselben Gesetze: Individuell kommunizieren und Mehrwert bieten.


Als eine Art „Refresh“ haben wir sieben wichtige Regeln für Sie zusammengestellt. Wenden Sie sie an – Sie werden den Unterschied rasch feststellen!

1. Segmentieren Sie!

Im Bereich E-Mail-Marketing ist es dank fortschrittlicher Technologie möglich, Kunden- und Interessensgruppen zu segmentieren – und zwar nach (fast) beliebigen Kriterien. Andere Kanäle bieten diese Möglichkeiten nicht oder wenn, dann nur verbunden mit grossen Aufwänden.

Sollten Sie bisher Ihre E-Mail-Abonnenten noch nicht segmentiert haben: Tun Sie es jetzt! Verschiedene aktuelle Studien über E-Mail-Marketing belegen, dass die spezifische Ansprache segmentierter Empfängergruppen zu einer signifikanten Steigerung der Conversion Rate führt. Der „grosse Bruder“ USA zeigt, wohin der Trend geht: zu immer individuellerer, personalisierterer Ansprache.

2. Regelmässig überdenken und verbessern!

Was vor drei Jahren gut war, ist es auch heute noch. Nicht im E-Mail-Marketing! Prüfen Sie regelmässig, ob Ihre Kampagnen noch funktionieren, ob die Daten, die Sie von Abonnenten erheben, richtig und genügend sind – und vor allem, ob der Opt-In-Prozess einwandfrei gehandhabt wird und einwandfrei funktioniert.

In der Schweiz gilt seit dem 1. April 2007 das revidierte Fernmeldegesetz. Dieses verbietet den Versand von E-Mails ohne die ausdrückliche Einwilligung des Empfängers. Zudem muss zwin-gend in jeder Nachricht die Möglichkeit zur Abmeldung integriert sein. Ihre Leser schätzen transparente An- und Abmeldeprozesse; sie werden sich bei Ihnen bedanken – mit guten Response Rates.

3. Abonnenten-Listen: laufend säubern und unterhalten

Wie hoch ist Ihre Open Rate? Ist sie in der letzten Zeit laufend gesunken? Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass viele Ihrer Abonnenten Ihre Nach-richten nicht lesen, sondern diese direkt löschen oder sie sogar automatisch in den „Spam“-Folder verschieben lassen. Dieses Phänomen trifft nicht nur Sie – es tritt oft auf bei älteren Opt-In-Listen. Der Grund: Die Leser haben das Interesse verloren, sind aber zu bequem, nach dem „abmelden“-Link in der Nachricht zu suchen. Sie löschen die Mails einfach, wenn sie ankommen.

Versuchen Sie, Ihre „eingeschlafenen“ Abonnenten mit einem besonders attraktiven Mailing zu gewinnen! Wenn es gelingt: Super. Wenn nicht, gibt es noch die „radikale Lösung“:

Wenn Sie Wert darauf legen, eine wirklich hochwertige Abonnentenliste zu führen und keine „unnötigen“ (weil niemals gelesenen Mails) zu versenden, machen Sie ein „Re-Opt-In“! Fordern Sie Ihre Leser im nächsten Newsletter auf, ihr Abonnement neu zu bestätigen. Wenn Sie möchten, können den Erfolg dieser „Re-Opt-In“-Aktion mit einem kleinen „Dankeschön“ steigern (z.B. Teilnahme aller bestätigten E-Mail-Adressen an einem Wettbewerb). Senden Sie nach diesem „Re-Opt-In“ Ihre News nur noch an jene Abonnenten, die ihr Abonnement bestätigt haben. Dies mag radikal klingen (und wird Ihre Abon-nentenliste auf den ersten Blick massiv verkleinern). Aber: Sie werden die Effizienz Ihrer E-Mail-Kampagnen dadurch enorm steigern, weil Sie nur noch Ihre wirklich interessierten Leser mit E-Mails beliefern.

4. Für ausgeblendete Bilder und Vorschaubereich gestalten

Hätten Sie’s gewusst? Die Mehrheit Ihrer Abonnenten sieht Ihre Nachrichten – zumindest vorerst – nur ohne Bilder. Viele Mailprogramme zeigen erst auf expliziten Mausklick die Bilder an. Dies, weil die automatische Bildanzeige in vielen aktuellen Mailprogrammen (darunter auch Outlook) standardmässig ausgeschaltet ist. Viele Benutzer wissen gar nicht, wie sie die Bildanzeige wieder aktivieren können – und lassen es deshalb bleiben.

Viele Anwender benutzen ausserdem den Vorschaubereich für die Anzeige der Mails. Es sind also die obersten Zeilen Ihrer Nachricht, die für den Leser über „top“ oder „flop“ entscheiden!

Deshalb ist es ganz wichtig, dass Ihre Nachrichten auch ohne Bilder lesbar und verständlich sind, und dass Sie dem Leser bereits ganz am Anfang einen guten Grund geben weiterzulesen!

5. Text: Kurz, prägnant, aussagekräftig!

Mögen Sie es, lange Texte am Bildschirm zu lesen? Eben. Auch Ihre Abonnenten schätzen es, „kurz und bündig“ informiert zu werden. Denken Sie daran, dass Sie nur drei Sekunden Zeit haben, Ihren Leser zu gewinnen, wenn er die Nachricht einmal geöffnet hat. Wer mehr wissen will, wird auch klicken, um mehr zu erfahren!

Und: Ob die Nachricht geöffnet wird oder nicht, hängt massgeblich vom Mail-Betreff ab! Denn dieser ist die erste „Visitenkarte“ des Mails. Gestalten Sie deshalb kurze (max. 60 Zeichen) und aussagekräftige Betreffzeilen – und natürlich „knackige“ Mail- und Link-Texte, die aktiv zum Klick auffordern!

6. Testen Sie, testen Sie, testen Sie!

Was wirkt? Wie wirkt es? Was möchte mein Leser? Das können Sie herausfinden – indem Sie testen, und zwar immer und immer wieder. Nur so gelingt es Ihnen, den Erfolg Ihrer E-Mail-Kampagnen nachhaltig zu sichern.

Einfach, aber wirkungsvoll und sehr spannend: Halbieren Sie Ihre Empfängerliste und senden Sie der Gruppe 1 eine leicht andere Kampagne als der Gruppe 2. So lernen Sie, welche Art von Wording, Inhalten, Bildern etc. besser „ankommt“.

7. Überdenken Sie „müde“ Newsletter

Sie „müssen“ jeden Monat einen Newsletter versenden? Und dieser „muss“ immer dieselben Rubriken enthalten? Keineswegs!

Newsletter, die es schon eine Weile gibt, werden „müde“. Sie brauchen zwischendurch eine „Auffrischungskur“. Wie Sie Ihren Newsletter wieder jung und frisch gestalten (und damit attraktiver machen) können, finden Sie heraus, indem Sie testen (siehe Strategie 6). Probieren Sie Neues, oder fragen Sie Ihre Abonnenten! Nicht erst seit Web 2.0 schätzen diese es, wenn man sie um Ihre Meinung fragt!

Noch ein kleiner Tipp: Abschauen ist erlaubt. Abonnieren Sie möglichst viele Newsletter und lesen Sie diese aufmerksam. Sie werden rasch merken, welche Sie mögen und welche nicht. Und dann machen Sie Gutes einfach nach. Dies soll nun keine Aufforderung zum Plagiieren sein – sondern vielmehr die Anregung, aus den Erfolgen und Erfahrungen anderer zu lernen – und so den eigenen Lesern „mehr Wert“ zu bieten!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Spass beim Ausprobieren!


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